Urlaub und Mode – zwischen Massentourismus und Einkaufserlebnis

Ein beliebtes Reiseziel von USA Reisenden ist Florida. Wenn Sie an Florida denken, dann sehen Sie vor ihrem geistigen Auge wahrscheinlich zuerst die Strandpromenade in Miami, die mit ihren warmen Temperaturen zum Baden einlädt. Was ebenfalls oft im Zusammenhang mit Florida genannt wird, das sind die Freizeitparks in Orlando. Die bekanntesten sind vermutlich SeaWorld und das Walt Diseny World Resort. Aber Florida bietet besteht nur Strand und Freizeitparks, sondern bietet auch für Naturfreunde interessante Möglichkeiten.

Der Everglades-Nationalpark liegt im Süden von Florida und ist ein tropisches Marschland, welches als UNESCO-Welterbe geschützt ist. Besonders der Anhinga Trail eignet sich hervorragend für Tierbeobachtungen, da Besucher hier nicht nur den gleichnamigen Vogel Anhinga sehen können, sondern auch Tiere wie Reiher, Schidkröten, Alligatoren oder große Fische. Eine Besonderheit im Park sind die einzigen wildlebenden Flamingos in den USA. Auch andere zum Teil sehr seltene Tierarten wie Waschbären, Schwarzbären, Schlangen, Alligatoren, Spitzkrokodile, Seekühe, Spinnenarten oder Pumas haben ihre Heimat im Everglades-Nationalpark.

Ein echter Geheimtipp ist das Six Mile Cypress Slough Preserve, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Forth Myers. Der Ort bietet für viele seltene Tiere und Pflanzen einen Rückzugsort, die in anderen Teilen Floridas oder der USA bereits vom Aussterben bedroht sind. In diesem Naturschutzgebiet können Besucher Tiere wie Waschbären, Luchse, Fischreiher, Alligatoren und auch Störche beobachten. Der knapp 900 Hektar große Park kann über einen zwei Kilometer langen hölzernen Steg erkundet werden, der auch zum Gator Lake, der zum Beispiel Alligatoren, Schildkröten und zahlreiche Vögel beherbergt, führt. Ehrenamtliche Ranger bieten kostenlose Führungen für Besucher an, auf denen sie Wissen bezügliche des besonderen Ökosystems vermitteln. Der Six Mile Cypress Slough Preserve ist ein wahren Highlight für alle Naturfreunde und bei einem Urlaub in Florida einen Besuch wert. Und wenn wir schon bei Amerika sind:

Der Poncho – ein praktisches Kleidungsstück

Ponchos gibt es nicht nur in Südamerika, sondern auch in deutschen Geschäften zu kaufen. Gemeint ist nicht der zur Oberbekleidung von Frauen gehörende Poncho für Innenräume und auch nicht der in auch Bekleidung für Radler anbietenden Geschäften erhältliche Regenponcho. Ich beziehe mich vielmehr auf den Poncho als Mantel. Dieser ist wärmend und lässt sich schnell anziehen. Sollte es wärmer werden, knittert er trotz des Wollstoffes so gut wie nicht in der Tasche. Positiv ist auch, dass die meisten angebotenen Ponchos – natürlich nicht die Regenponchos – aus reiner Wolle bestehen und zudem schöne Muster aufweisen. Da der Poncho den Hals nicht umschließt, trage ich ihn an kalten Tagen mit einem wärmenden Halstuch oder mit einem Schal. Dass er nicht eng am Körper anliegt, erhöht seine wärmende Wirkung. Es gibt selbstverständlich Wollponchos in unterschiedlichen Längen. Ich bevorzuge ein Modell, dessen Länge weit über den Hintern hinausgeht.

Einen Poncho anstelle einer Jacke tragende Männer sind in deutschen Städten eher selten zu sehen. Ich war mir nach dem Kauf bewusst, dass ich möglicherweise Aufsehen erwecken würde. Tatsächlich gab es ein paar lustige Kommentare meiner Arbeitskollegen, die mich unter anderem gefragt haben, wo denn mein Pferd sei. Ich denke, sie kennen den Poncho als Alternative zum Mantel nur aus einem Western und wissen nicht, dass dieser in Südamerika zur Alltagskleidung gehört. Unterwegs hatte ich hingegen vielleicht einige Blicke, aber keinerlei Kommentare gehört.

Bei meinem letzten Besuch im Südamerika-Fachgeschäft sah ich neben den mir bereits bekannten dicken und warmen Ponchos aus Wolle auch deutlich dünnere Exemplare. Diese sind besonders für Frühlingstage geeignet, an denen ich zwar noch nicht alleine im T-Shirt vor die Tür gehen kann, aber keinen Wollmantel mehr benötige. Ich denke, dass ich mir zusätzlich zu meinem dicken Wollponcho auch einen dünneren Frühjahrsponcho zulegen werden. Dieser lässt sich auch als Ersatz für einen Bademantel verwenden, wenn ich im Urlaub mal wieder ein billiges Hotelzimmer mit Gemeinschaftsdusche auf dem Flur buche.

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